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  • Waldhalle Sassnitz

    Kleinod im
    Nationalpark Jasmund

    gmw planungsgesellschaft mbh - architekten innenarchitekten ingenieure - stralsund rostock - Waldhalle Sassnitz  Kleinod im<br />
Nationalpark Jasmund
  • Daten
    • Projekt

      Art:
      Umbau und Sanierung
      Ort: 
      Waldhalle Sassnitz, Nationalpark Jasmund
      Leistungen: 
      Architektenleistungen (Hochbau)
      Phasen: 
      LPH 1 - 9
      Umfang: 
      Bruttorauminhalt 1.167 m³
      Auftraggeber: 
      Nationalparkzentrum Königsstuhl gGmbH
      Planungsbeginn: 
      Frühjahr 2012
      Baubeginn: 
      Herbst, 2014
      Fertigstellung: 
      Juni, 2017

      Waldhalle Sassnitz

      Das Grundstück „Waldhalle 1“ befindet sich ca. 2,5 km nördlich der Stadt Sassnitz an verschiedenen Wanderwegen in einer Einzelstellung im Buchenwaldgebiet der Stubnitz, inmitten des südöstlichen Teils des Nationalparks Jasmund und südlich des UNESCO- Welterbes „Alte Buchenwälder“ an der Ostseeküste mit den Kreidefelsen „Wissower Klinken“.

      Im Rahmen des geplanten Sanierungsvorhabens wurde das ursprüngliche Gebäude freigelegt und die typischen architektonischen Eigenschaften gezeigt. Jüngere Erweiterungen wurden abgerissen, die Terrasse an zwei Gebäudeseiten erneuert und ein einzeln stehender Sanitärriegel mit öffentlichen Toiletten neu errichtet und der Freiraum neu gestaltet.

      Die Waldhalle erfuhr bereits 150 Jahre wechselvolle Geschichte. Erste Teile entstanden im Jahr 1874 als Ausflugslokal in Form einer großen „Bretterbude“. Im Jahre 1888 wurde das heute noch an Ort und Stelle bestehende zweistöckige Gebäude durch Fritz Koch errichtet, Im Laufe der Jahre sind zahlreiche An- und Vorbauten hinzugefügt worden.
    • Nutzungskonzept

      An der Waldhalle vereinigen sich alle Wanderwege, die von Sassnitz aus zur Stubbenkammer führen, da von hier aus nur ein Fußsteig weiter geht. Die Versorgung der zahlreichen Wanderer mit Informationen, sanitären Einrichtungen und Imbissangeboten ist Inhalt des Nutzungskonzeptes. Im Erdgeschoss wurden Ausstellungsräume und ein Informations- und Imbissbereich eingerichtet, deren Räume über die Terrasse erreichbar sind. Das Obergeschoss steht im Wesentlichen nur den Angestellten oder Praktikanten des Nationalpark-Zentrums zur Verfügung.
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    • ArchitekturMaterialkonzept

      Die am zweigeschossigen Kernbau ablesbaren architektonischen Elemente des Schweizer Baustils blieben erhalten. Dazu zählt der obere Abschluss des Gebäudes mit einem weit auskragenden, flach geneigten Dach und sichtbarer Dachkonstruktion. Die Fassade ist klar gegliedert: Der Bestand mit Fachwerk und Holzfenstern steht neben verputztem, hell beschichtetem Außenmauerwerk mit modernen Holz-Alu-Elementen. Die überdachten Terrassen und der separate Sanitärriegel wurden als moderne Elemente hinzugefügt. Für die Nutzung des Gebäudes wurden ursprüngliche Öffnungen im vorhandenen Fachwerk durch hell beschichtete Holzfenster wieder hergestellt.
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    • BaukonstruktionAußenanlagen

      Das Dach wurde als „kaltes“ Dach instand gesetzt. Die Dachtragkonstruktion durch Zusätze und Austausch ertüchtigt, die Dachdeckung erneuert. Ergänzungen der bestehenden Konstruktion wurden angepasst, dazu zählen die Profilierung der Sparrenköpfe und der Abbruch des Schornsteins. Für die Eigenversorgung wurde auf dem Dach eine Photovoltaikanlage auf der südlichen Dachhälfte installiert und für die Innendämmung des Obergeschosses eine Innendämmung mit Lehmsteinen und einem Lehm-Stroh Gemisch vorgesehen. Das Fachwerk ist im Obergeschoss, bis auf Fehlstellen in der Ostfassade, beinah komplett erhalten. Hier wurde im Bestand ergänzt und repariert. Die Außenmauern des Erdgeschosses wurden im Bestand durch Mauersteine ersetzt. Die Aufarbeitung des Fachwerkes erfolgt durch Holzverbindungen im Bestand. 

      Die Neugestaltung der Außenanlagen erfolgte zeitgleich. Sie ist Teil des Nutzungskonzeptes mit Bereichen für Naturerlebnis und Umweltbildung. Bestandteil ist die fußläufige Erschließung von ankommenden Wegen und die Herstellung barrierefreier Zugänge zur Ausstellung und zum Sanitärgebäude.
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